»So sieht das Haus richtig schön alt aus!«

Jonas: »Pit, ich freu mich schon drauf, wenn Du den Bahnhof älter machst?«

Pit: »Jonas, das macht mir auch am meisten Spaß. Wenn ich den Gebäuden ihren individuellen Anstrich verpassen kann. Mittlerweile ist das aber nicht überall notwendig, da die FALLER Bausätze teilweise schon patiniert sind.«
Original Bausatz - nicht patiniert
Patinierter Bausatz

Es will gelernt sein

Weshalb patinieren?

Im Gegensatz zur deckenden Bemalung wird beim Patinieren die Farbe nur hauchdünn auf­getragen. Es bildet sich kein Film, der ab­platzen könnte, und die Oberflächenstruk­­turen der behandelten Teile bleiben erhalten. Durch die Lasur­wir­kungen der Farben markieren sich sogar die Oberflächenstrukturen merklich deut­licher. Mauerwerk, Dachziegel, Holz­mase­rungen und ähnlich feine Profilie­rungen werden oft erst nach einer solchen Behandlung richtig sichtbar. Nicht zuletzt des­halb wendet man die Patina-Verfahren zur optischen Verbesserung von Modell­gebäuden, Brücken- und Stahlkon­struk­tionen im Modellbau an.

Herstellungsbedingt weisen Kunststoffbausatzteile nahezu immer einen minimalen Glanz auf. Abgesehen von einer mehr oder weniger genau vorausberechenbaren Marmorierung fallen außerdem die Teile stets einfarbig aus. Farblich unbehandelt aus dem Karton kommende Kunststoffmodelle wirken deshalb, bezogen aufs Vorbild, nicht nur neu, sondern manchmal sogar schon ein wenig bunt.

Neben der materialbedingten, zu grellen Farbgebung beeinträchtigt auch der gleichmäßige Glanzgrad die natürliche Wirkung der Modelle, denn im Gegensatz zum Vorbild fehlt die Unterscheidung tuchmatter Partien (Hauswände, Dächer) zu seidenmatten Bauteilen (Fenster, Türen, Metallteile). Schaut man sich in der Realität aufmerksam um, wirken die Farben harmonisch und dadurch natürlich. Dies auch in der Modellgestaltung zu erzielen, sollte unserer Bestreben sein.

Bei dem Bemühen um ein möglichst naturgetreues Aussehen der Modelle ist folgendes unbedingt zu beachten: Patinieren bedeutet nicht einfach zu verschmutzen, sondern gezielt Verwitterungs- und Alterungsspuren zu setzen.

Beim Grad der Patinierung muß immer an den Zweck, den das Gebäude erfüllt, und dessen Standort gedacht werden. Einrichtungen der Industrie oder solche im Dampflok-BW sind beispielsweise immer deutlich stärker verschmutzt als ein Einfamilienhaus im Grünen oder ein gepflegtes Stadthaus!
Schnittkanten werden farblich angeglichen.
Holzteile können ebenso patiniert werden
Stimmender Glanzgrad

Erste Voraussetzung für unser Vorgehen ist ein stimmender Glanzgrad. Wände und Dächer sollten ein mattes Aussehen haben. Ggf. kann es daher sinnvoll erscheinen, in einem ersten Arbeitsgang farblich unpassend erscheinende Flächen komplett deckend zu bemalen. Dieser erste Arbeitsschritt erfolgt am besten noch am Spritzling. Hierzu können beispielsweise Acryl¬farben aus dem MODELL-MASTER-Programm verwendet werden.

Die Farbbasis von Acrylfarben greift geschäumte Kunststoffe wie Styropor oder Styrodur nicht an. Damit sind Acryl-Farben bestens zu Bemalungen und Patinierungen von FALLER-Bausätzen und Bauteilen aus Decorflex wie Mauerplatten, Arkaden oder Tunnelportale geeignet. Dies ist auch erforderlich, weil sich beim Zusammenbau und/oder der individuellen Gestaltung der geschäumten Bauteile Schnittkanten und Verbindungen ergeben, die farblich angeglichen werden müssen. Bei Verwendung der Acryl-Farben wird das Material im Gegensatz zu lösungsmittelhaltigen Farben nicht angegriffen! Wenn Sie also die genannten Decorflex-Produkte kolorieren, unbedingt auf die Farbbasis achten, denn hierzu sind nur wasserlösliche Acrylfarben geeignet!

Wenn Sie diesen Schritt überspringen möchten, könne Sie alternativ auch gezielte Verwitterungs- und Alterungsspuren mit dem Patina-Set Farbpigmente auftragen.
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